What motivates Trump?

What motivates Trump?
Photo by Philipp Katzenberger / Unsplash

Diesen Beitrag von Niels Jensen, Absolute Return Partners fand ich besonders lesenswert und möchte ihn gerne mit Ihnen teilen (Quelle: Absolute Return Partners, April letter) 

Niels Jensen nennt vier mögliche Gründe, warum Donald Trump bewusst eine wirtschaftliche Abschwächung der US-Wirtschaft riskiert.

  • Druck auf die Fed für Zinssenkungen: Trump könnte gezielt einen wirtschaftlichen Abschwung herbeiführen, um die US-Notenbank zu mehreren Zinssenkungen zu zwingen. Trump ist bekannt als „King of Debt“ (König der Schulden)  – jemand, der stark auf billige Kredite setzt. Niedrigere Zinsen würden nicht nur ihm persönlich, sondern auch seiner Politik und Wirtschaftsnarrativen nutzen.
  • Timing für Midterm Elections 2026: Ein langsamer Aufschwung nach einem Abschwung (z.B. im 2. Halbjahr 2026) wäre ideal für die Zwischenwahlen. Trump könnte dann sagen: „Ich habe die Lebenshaltungskosten gesenkt – Versprechen gehalten!“ Das würde ihn in den Augen seiner Basis („MAGA“) als wirtschaftlichen „Retter“ dastehen lassen.
  • Politische Schuldzuweisung: Ein wirtschaftlicher Einbruch in den nächsten Monaten könnte leicht der Vorgängerregierung (Biden) angelastet werden. Narrativ: „Biden hat’s vermasselt – ich rette euch.“ Das würde die Demokraten medial und wahlstrategisch unter Druck setzen.
  • Aufmerksamkeit und Ego: Trump liebt es, im Zentrum der öffentlichen Debatte zu stehen – selbst wenn es Negativschlagzeilen sind. Zölle sind für ihn ein einfaches Mittel, um ständig in den Nachrichten zu bleiben.

Diese vier Gründe zusammengenommen könnten erklären, warum Trump einen wirtschaftlichen Schaden in Kauf nimmt oder sogar bewusst provoziert.

Ob das tatsächlich seine Absicht ist, bleibt Spekulation – aber die Indizien nehmen zu.